Der Atem ist mein Anker.
Er hat mich gelehrt, Tiefe auszuhalten, Wandel zuzulassen und immer wieder im Jetzt anzukommen. Ich liebe die stillen und kraftvollen Momente, in denen das Leben spürbar wird – ein bewusster Atemzug, das Spiel des Lichts, das Rauschen des Windes, das Schnauben eines Pferdes.
Natur, Pferde und Menschen sind meine tägliche Inspiration.
Sie erinnern mich daran, wie fein und weise sich das Leben entfaltet – wenn wir zuhören, vertrauen und Raum geben. Ich begleite Menschen, die sich selbst begegnen wollen – mit allen Facetten, Emotionen und Erfahrungen.
„Lebendigkeit entsteht, wenn Körper, Seele und Herz miteinander sprechen.“
Mein Weg – in Atemzügen erzählt
Ich kam über den Yoga zur Körperarbeit – eine Passion, die sich schon früh zeigte. Parallel dazu studierte ich Soziale Arbeit und begleitete zwei Jahrzehnte Menschen in natürlichen Lebensprozessen aber auch in herausfordernden Lebenssituationen: Sucht, psychische Erkrankungen, Arbeitslosigkeit.
Von der Erschöpfung zur Erkenntnis
Früher war ich sehr gestresst und erschöpft. Ich rannte zwischen Alltag und Wohlfühlinseln hin und her – eine Yogastunde hier, eine Pause dort. Ich musste immer etwas tun, damit ich mich kurzzeitig gut fühlte. Das wurde anstrengend und war nicht nachhaltig.
Bis ich merkte: Der Atem ist ja immer dabei.
Er spiegelte mir zuverlässig meinen emotionalen Zustand und hatte die Kraft, mich zurück in den Moment, in meinen Körper, in meine Präsenz zu führen. Authentischer zu sein. Ehrlich meine Bedürfnisse zu kommunizieren.
Der Atem wurde zu meinem verlässlichsten Lehrer. Er kann das vegetative Nervensystem direkt beeinflussen und ist somit das kraftvollste körpereigene Mittel, das wir immer dabeihaben – mit sofortiger Auswirkung auf unsere Emotionen, unser Denken und Handeln.
Der Wendepunkt
Nach über 20 Jahren Arbeit mit Menschen brach mein eigener Körper zusammen.
Trotz allem Wissen, trotz aller Interventionen, trotz eines healthy Lifestyles – die Symptome kamen. Und sie lehrten mich etwas Entscheidendes:
Manchmal führen uns gerade die Momente, in denen wir „versagen“, tiefer in Verbindung mit uns selbst.
Mein Körper zwang mich, langsamer zu werden. Grenzen zu achten. Das Leben nicht mehr zu planen, sondern zu spüren.
Heute arbeite ich nur noch in meinem Rhythmus. Körperliche Symptome zeigen mir sofort an, wenn es zu viel ist. Diese Erfahrung war massgeblich prägend – und sie erlaubt es mir heute, auch den Raum zu halten für die Geschichten und Emotionen, die schwer sind.
Ich musste lernen, was ich heute lehre: Zuhören. Vertrauen. Sein.
Pferde, Atem und die Kraft der Präsenz
Pferde sind für mich Wesen der Gegenwart: Sie lesen uns sofort. Sie reagieren auf unsere subtilsten Ausstrahlungen und Emotionen – ohne Worte, ohne Urteil.
Je bewusster und klarer wir sind – auch mit unserem Atem und unserer Körperpräsenz – desto feiner wird das Miteinander.
Pferde zeigen mir jeden Tag, was es heisst, wirklich präsent zu sein. Sie lehren Vertrauen und Ehrlichkeit. Und sie spiegeln gnadenlos, wenn ich nicht bei mir bin.
Wenn wir dieses Prinzip verstanden haben und anwenden können, verändert sich unser gesamtes menschliches Miteinander. Unsere Art zu führen. Unsere Art zu sein.
Heute – Reisen zwischen den Welten
Ich lebe immer noch im Kanton Graubünden, wo vor langer Zeit mein Weg zu mir begann, und pendle nach Zürich.
Ich liebe das Reisen zwischen den Welten: Stadt und Berge. Natur und Trubel. Die Reise nach innen und nach aussen. Die Natur erinnert mich täglich daran, dass alles seinen eigenen Rhythmus hat – Phasen des Wachsens, der Ruhe, der Wandlung.
Das ist Leichtigkeit für mich.
Ich brauche sowohl den Rückzug als auch das Eintauchen in das bunte Treiben der Stadt. Beides nährt mich. Beides lehrt mich.
Und das Schönste: Meine Arbeit lässt sich immer und überall anwenden. Der Atem ist immer dabei – in der U-Bahn, auf dem Berg, im Café, im Stall.
Heute folge ich keinem festen Konzept mehr.
Ich arbeite in Bewegung, in der Natur, mit Pferden, mit dem Atem – mit dem, was gerade lebendig ist.
In meiner Begleitung geht es darum, sich selbst zu sein
Sich mit allen Facetten kennenzulernen, auszuhalten und liebevoll anzunehmen:
Die Emotionen, die Stille, die Essenz.
Ich glaube daran, dass Lebendigkeit entsteht, wenn wir die Stimme von Körper, Seele und Herz wieder hören.
Meine Arbeit ist eine Einladung, diesen inneren Klang zu spüren – im Atem, in Bewegung, im Kontakt mit Erde, Pferd und Natur.
Dort, wo Stille lebendig und Leben still werden darf.

Fachlicher Hintergrund
Was mich beruflich formte:


Jetzt
Was ich heute mache:
Ich lebe mit der Natur, atme mit Pferden, begleite Menschen – und bilde Fachpersonen aus.
Ich liebe einfache Worte für komplexe Dinge. Und ich glaube daran, dass Heilung dann geschieht, wenn wir sanft und geduldig sind, um uns selbst zuzuhören:
Dem Körper. Dem Atem. Dem Sein.

Meine Mission
Ich begleite Menschen dabei, ihre eigene Kraft wieder zu spüren – nicht durch Leistung, sondern durch Verbindung.
Ich vermittle Wissen, das verständlich, verkörperbar und alltagstauglich ist.
Ich wünsche mir eine Welt, in der Menschen wieder wissen, wie sie sich selbst regulieren können – und in der Fachpersonen Werkzeuge in der Hand haben, die nicht überfordern, sondern wirklich wirken.
Der Körper weiss.
Der Atem führt.
Die Natur erinnert.
